Kann ich hier erscheinen — als Frau, als Mutter, als Kind?
Ja, ich kann es.
Und ja, ich tue es — als aufrichtige Verneigung vor der Kraft der Mütter:
Das Licht der Mütter ist älter als ich.
Ich hüte es —
in der Linie jener Frauen
deren Präsenz weiterwirkt.
Um ein inneres Weiterleuchten
für alle Mütter zu bewahren:
· die realen · die inneren · die verlorenen · die trauernden · die tragenden · die überforderten · die abwesenden · die unvollkommenen · die nährenden · die guten · die genug waren —
... und für all jene Frauen, die Mutter waren
im Herzen, im Wunsch, im Verlust,
auch wenn kein Kind ihr Leben begleitet oder bereichert hat.
... und für die Königin —
die das Muttersein in all seinen Fassungen kennt
und das Kindsein in sich trägt und behütet.
Für all das gilt mein eigenes Tempo:
Gefühle fühlen, Demut annehmen
— und Altes loslassen, sobald die momentane Lebenswelt
über das ehemals Gültige hinausgewachsen ist.
Neue Wege entstehen beim Gehen —
und im Weitergehen wächst das, was uns ganz werden lässt.