top of page

fahrrad-Meditation

Aktualisiert: vor 38 Minuten

Warum ich einen Blog schreibe

Es gibt Erfahrungen, die nicht in eine Praxis‑Webseite passen. Sie entstehen im Alltag, im Beobachten, im inneren Sortieren. Ich möchte ihnen Raum geben.

Ich sehe, wie Respekt und Achtsamkeit im Alltag leiser geworden sind. Wie Begegnungen schneller, härter, kompromissloser werden. Mein Blog ist ein Versuch, dem etwas entgegenzusetzen.

So beginnt meine Fahrrad‑Meditation.

Ein Zusammenstoß auf dem Rad kann im Sturz enden — und ein Sturz im Krankenhaus. Und dennoch wirkt es, als würde kaum jemand über die eigene oder die Verletzlichkeit der anderen nachdenken.

Es scheint, als wäre der Radweg ein rechtsfreier Raum — anonym wie das Kommentieren im Netz. Jeder fährt für sich, jeder ist im eigenen Tempo, im eigenen Kopf. Und genau dort, wo wir uns schnell und ohne Knautschzone begegnen, wird es nicht deshalb gefährlich — sondern weil die in unserer Gesellschaft gewachsene Unverbindlichkeit den Radweg zu einem Ort macht, an dem Rücksicht nur noch selten geübt wird.

Der Klügere gibt nach. Wenn es danach geht, kann ich bald zuhause bleiben. Es ist dieser stille Druck, der entsteht, wenn Rücksicht immer nur einseitig läuft. Wenn man ständig ausweicht, abbremst, Platz macht, vorausschauend fährt — während andere sich verhalten, als gäbe es keine Regeln, keine Verantwortung, kein Miteinander.

Unachtsamkeit auf dem Radweg — eine kleine Auswahl High‑Speed‑Überholen ohne Ankündigung, ohne Klingeln   überraschend und erschreckend

Klingeln als Zeichen von Rücksicht   Nicht als „weg da“, sondern als: Achtung, ich überhole — bitte nicht erschrecken.

Smartphone‑Ablenkung   Blick nach unten, Kopfhörer im Ohr — die Welt wird schmal.

Unachtsamkeit beim Absteigen vom Rad   Kein Platzlassen für den fließenden Radverkehr. Unaufmerksam? Unachtsam? Überfordert?

Weitere Beispiele werde ich auf mehrere Blog‑Beiträge verteilen. Nicht aus Ärger, sondern aus dem Wunsch heraus, genauer hinzusehen. Überforderung oder Gleichgültigkeit? Vielleicht beides. Der Radweg als kleine Studie unseres Umgangs miteinander. Und hier steige ich aufs Rad und biege in den Weg des Lebens ein — Im Versuch, trotz all dieser Unachtsamkeiten im eigenen Rhythmus zu bleiben: im Atem, im Gleichgewicht, im Wahrnehmen.

Wahrnehmen meint Verstehen.   Wahrnehmen heißt nicht nur sehen. Wahrnehmen heißt verstehen, was geschieht — und warum es geschieht.

Die Überforderung. Die Unachtsamkeit. Die Geschwindigkeit, die größer ist als die Aufmerksamkeit. Die Ablenkung, die stärker ist als die Verantwortung. Die Unverbindlichkeit, die lauter ist als das Miteinander.

Wenn ich wahrnehme, beginne ich zu verstehen: Nicht jeder ist rücksichtslos. Viele sind einfach überfordert — abgelenkt, im eigenen Kopf gefangen. Und viele sind nicht im Moment.

Moment der Klarheit — das kleine Aha der heutigen Rad‑Medi:

Nicht ärgern. Nicht alles aufzählen, was gegen die StVO spricht. Sondern verstehen, dass Begegnung auf dem Radweg immer auch Zumutung ist — für uns selbst und füreinander. erstellt am 07.07.2026 7+7+1=15 = Resilienz ;-) → zur Seite Spagyrik & Numerologie


Aus diesem Raum heraus antworte ich gerne auf Ihre Nachricht — wenn sie aus einer ruhigen, wertschätzenden Haltung kommt — unabhängig davon, ob wir dieselbe Sicht teilen.

 
 
 

Kommentare


bottom of page